Singen ist im Chor am schönsten!

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des KreisChorVerbandes Meschede



Vom musikalischen „Bandenkrieg“ zur bühnenreifen Choreographie

Chorfortbildung bewegt Sängerinnen und Sänger

Voller Körpereinsatz war gefragt bei der bewegten Chorleiterfortbildung des KreisChorverbandes Meschede am vergangenen Samstag. Über 60 Sänger und Sängerinnen nebst Chorleitern ließen sich anstecken von Motivation, Bewegungsfreude und Ausdrucksstärke der Olsberger Tanzpädagogin Davina Sauer. Ausdrucksintensität und Ausstrahlungskraft gehören zu einem publikumswirksamen und gelungenem Chorauftritt, der erst dann authentisch wirkt, wenn die gesungene Botschaft auch wirklich verkörpert wird und der Zuhörer dem Chor ansieht, was er da gerade singt.

Eigene Körperwahrnehmung zwischen totaler Schlaffheit und maximaler Anspannung auszuprobieren, das richtige Maß an Fokussierung, Offenheit und Publikumsanbindung zu finden, waren Bausteine des fünfstündigen Kurses im sonnendurchfluteten Saal des Kolpinghauses.

Die von KreisChorleiter Thomas Fildhaut eingeführten Musikbeispiele reichten vom einfachen Kanon über „Sailing“ und einem Swing-Groove bis hin zu Peter Maffays „Sieben Brücken“.

Textaussagen ausloten, Gefühlen nachspüren und dann in behutsame kleine Ensemble-taugliche Gesten und Moves umzusetzen, das war dann die Aufgabe der kompetenten Choreographin, die mit Humor und ansteckender Kreativität die Teilnehmer herausforderte.

So bildeten sich beispielsweise zwei „Gangs“ aus der Gesamtgruppe, die einander zusangen; hier war gegenseitiges Beobachten und Reagieren gefragt; beim Standbilder-Bau von Märchenszenen in Kleingruppen kam es an auf überzeugende klare Darstellungsweise unter Einbindung aller Gruppenmitglieder, so wie eben auch im Chor alle Singenden an der glaubwürdigen und klaren Präsentation ihres Songs beteiligt sind. Besondere Momente gab's schließlich , als Davina Sauer das Ensemble auf die Bühne stellte und die Teilnehmer ihren Lieder mit feinen aber doch intensiven und stimmigen Körperhaltungen und -bewegungen Ausdruck gaben und das ohne jeglichen Hauch von Theatralik. . „ Obwohl jeder für sich sang, hatte ich das Gefühl , in einer starken Gemeinschaft zu sein, die als lebendiges Ganzes Musik macht“, so fasste eine Teilnehmerin ihre Gefühle nach dem „Auftritt“ zusammen.

Chormusik auf solche Weise lebendig und erlebbar zu machen für Aktive und Zuhörer – diesem Anspruch wurde diese Fortbildung bestens gerecht, wie ein Blick in die geschafften aber höchst zufriedenen Gesichter der Sängerinnen und Sänger zum Abschluss bewies. Bleibt zu wünschen, dass die Freude an der Gestaltungsvielfalt, am Singen „mit Leib und Seele“ durch die Kursteilnehmer hineinwächst in die knapp 50 Chöre des KreisChorVerbandes Meschede.  

 

 
 

 


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